Das Heimatmuseum von Ebenhausen

Am 29. September 1990 wurde das Heimatmuseum am Kirchplatz in Ebenhausen eröffnet. Auf Betreiben von Bernhard Wahler wurde die alte Schmiede wieder eingerichtet. Sie stammte von seinem Onkel Hieronimus Zwirlein, dem letzten Schmied in Ebenhausen. Das Museum entwickelte sich im Laufe der Zeit immer weiter. Schuster- und Schreinerwerkstatt wurden eingerichtet und die Ausstellungsstücke ländlicher Gebrauchsgegenstände nahmen stetig zu.
Bernhard Wahler fand in Armin Metz einen Museumsleiter und Mitstreiter, der um den Fortbestand des Museums große Verdienst erwarb.
Im Zuge der Altortsanierung wurde das gemeindeeigene Haus mit großen Aufwand hergerichtet und dem Heimatmuseum ein weiteres Stockwerk zur Verfügung gestellt. Die neuen Räume sind in über 1000 freiwilligen Helferstunden eingerichtet worden und wurden am 7. Oktober 2000 durch Herrn Bürgermeister Siegfried Erhard übergeben und stehen seitdem der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Öffnungszeiten:
jeden 1. Sonntag im Monat von 11.00 - 17.00 Uhr
John Bauer Museum in Ebenhausen
Das Gebäude
Am 12. Mai 2011 wurde das John Bauer Museum in Ebenhausen eröffnet. Das Gebäude („Peterhans-Haus“) hat eine über 300-jährige Geschichte. Es war das Schulhaus der Amtsstadt Ebenhausen bis das alte Amtshaus von Balthasar Neumann diese Funktion übernahm. In der Folgezeit diente das Gebäude als Wirtshaus, Bäckerei und schließlich als Wohnhaus.
Nach dem Tod der letzten Bewohnerin übernahm die Gemeinde das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Im Rahmen der Städtebaulichen Sanierungsmaßnahme konnte es, trotz großer Skepsis, mit Hilfe des Denkmalschutzfonds und der Städtebauförderung erhalten und saniert werden.

das John Bauer Museum in Ebenhausen
John Bauer
John Bauer wurde 1882 als Sohn des bayerischen Metzgers Joseph Bauer und dessen Ehefrau Emma geboren. Sein Vater war 1863 aus Bayern nach Schweden ausgewandert.
Er studierte an der Kunstakademie in Stockholm. Durch die Illustration der Märchenband-Reihe Bland Tomtar och troll (Unter Wichteln und Trollen) wurde er zum Märchenkünstler der Schweden.
Bei einem Schiffsunglück im November 1918 ertranken John Bauer, seine Frau und sein dreijähriger Sohn auf dem Vättersee bei einer Fahrt mit dem Kanalboot Per Brahe.
Vor allem in Skandinavien ist er jedem Kind als Maler und Illustrator bekannt und hat in seinem kurzen Leben internationale Bedeutung gewonnen.

John Bauer
Das Museum
Das Museum gibt einen Einblick in das Leben und Wirken von John Bauer.
Im Erdgeschoss ist eine Märchenwelt mit Trollen, Wichteln, einer Medienstation, Puzzles und Kostümen.
Im Obergeschoss geht es in Bildern und Texten um das Leben des Künstlers, seine typischen Figuren und sein Gesamtwerk.

John Bauer Museum - Erdgeschoss
